Abstrakte 3D-Komposition aus schwebenden Layout-Ebenen, Farbflächen, Rastern und Designmarkierungen als Metapher für den Wert und Prozess hinter professionellem Grafikdesign.

Was kostet gutes Grafikdesign eigentlich?

„Was kostet das ungefähr?“ Eine vollkommen berechtigte Frage. Und bei Grafikdesign manchmal erstaunlich schwer mit einer einzigen Zahl zu beantworten. Nicht, weil Gestaltung irgendein mysteriöses Kreativprodukt wäre, dessen Preis sich nicht erklären lässt, sondern weil zwei äußerlich ähnliche Aufgaben einen völlig unterschiedlichen Aufwand haben können.

Ein Flyer kann in einer Stunde stehen. Oder in fünf. Ein bestehendes Layout zu adaptieren ist etwas anderes, als erst herauszufinden, wie dieses Layout überhaupt aussehen sollte. Und genau deshalb lohnt sich beim Preis ein genauerer Blick darauf, wofür die Zeit eigentlich gebraucht wird.

Eine Stunde bleibt eine Stunde.
Das möchte ich gleich vorwegnehmen. Wenn ich heute für eine Aufgabe eine Stunde brauche, für die ich vor einigen Jahren vielleicht drei gebraucht hätte, werden daraus auf meiner Rechnung nicht plötzlich wieder drei Stunden. Im Gegenteil: Erfahrung sollte einem Kunden nicht mehr Zeit verkaufen, sondern im besten Fall welche sparen.

Bei professionellem Grafikdesign steckt ein großer Teil der Erfahrung nämlich darin, schneller zu erkennen, was funktioniert, was nicht funktioniert und welche Richtung unnötige Schleifen produzieren würde. Ich probiere heute weniger um des Probierens willen, erkenne technische Probleme früher und kann meist ziemlich schnell einschätzen, ob eine Gestaltung nur gut aussieht oder später auch wirklich funktioniert. Der Kunde profitiert also ganz konkret von der Erfahrung.

Warum kostet die Stunde eines erfahrenen Gestalters dann mehr?
Bei einem Schreiner erscheint uns das ziemlich logisch. Jemand, der sein Handwerk seit vielen Jahren beherrscht, braucht für eine bestimmte Verbindung vielleicht eine Stunde. Ein Berufsanfänger braucht drei. Der erfahrene Schreiner berechnet deshalb nicht drei Stunden, aber seine Arbeitsstunde darf trotzdem einen anderen Preis haben.

Denn bezahlt wird nicht nur die Bewegung seiner Hände während dieser 60 Minuten. Bezahlt werden auch sein Wissen, sein Werkzeug, seine Erfahrung und die Sicherheit, mit der er zu einem vernünftigen Ergebnis kommt. Bei kreativer Arbeit ist das nicht anders.

Mein Stundensatz bildet deshalb nicht nur die reine Zeit vor InDesign, Illustrator oder WordPress ab. Darin stecken auch Beratung, gestalterische Erfahrung, technisches Wissen, Produktionssicherheit und die Verantwortung dafür, dass eine Lösung am Ende nicht nur auf meinem Bildschirm funktioniert.

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