Es gibt einen Moment in internationalen Projekten, in dem viele Auftraggeber aufatmen: Die Übersetzung ist fertig. Der Text liegt vor. Jetzt muss er nur noch ins Layout. „Nur noch.“
Was danach kommt, ist für viele eine Überraschung. Texte dehnen sich aus; manchmal erheblich. Was auf Deutsch in zwei Zeilen passt, braucht auf Finnisch vier. Was auf Französisch elegant klingt, bricht auf Arabisch anders um; und läuft von rechts nach links. Silbentrennung funktioniert in jeder Sprache nach eigenen Regeln. Und bestimmte Schriften unterstützen nicht alle benötigten Zeichen.
Wer das nicht kennt, sieht es erst nach dem Druck. Dann ist es zu spät.
Fremdsprachensatz ist deshalb kein letzter Arbeitsschritt, den man nebenbei erledigt. Es ist eine eigenständige Kompetenz; zwischen Übersetzung und Druckreife. Wer diesen Schritt jemandem übergibt, der ihn nicht kennt, riskiert Fehler, die sich erst im Endprodukt zeigen.
Die andere Seite ist ebenso wichtig: Ein Layout, das in einer anderen Sprache funktioniert, muss nicht nur korrekt sein. Es muss authentisch wirken. Was in einem deutschen Kontext als klar und direkt empfunden wird, kann in einem japanischen Kontext als karg wirken. Guter Fremdsprachensatz denkt diesen kulturellen Filter mit.
Ich übernehme genau diesen Schritt; für Agenturen, Übersetzungsbüros und Unternehmen, die mehrsprachigen Satz brauchen, der wirklich stimmt.